Zu Fuss durch die Schweiz mit einer Klasse der Rudolf Steiner Schule Birseck

Text und Fotos: Johannes Sturm


Am Lago
Geschafft! Am 19. Juni 2025 waren wir da. Wir überquerten die italienische Grenze auf der Ostseite des Lago Maggiore. Ausgelassen spielten die Schülerinnen und Schüler im Wasser. Meine Gedanken schweiften weit zurück an die französisch-schweizerische Grenze in Leymen nahe Basel. Dort waren wir aufgebrochen …

Am Vormittag desselben Tages waren wir noch auf der Bergflanke jenseits der Magadino-Ebene unterwegs gewesen. Ich wanderte eine Zeitlang wie alleine. Ein Grossteil der Klasse war voraus, die anderen hinter mir. Ich fühlte hin: Wie unsichtbare Fäden spannten sich durch den Kastanienwald – alle waren unterwegs. Bald werden wir uns wieder treffen.


Wie kam es zu diesem Projekt?
In meinem Freijahr hatte ich gemeinsam mit meinem älteren Sohn einen anspruchsvollen Weitwanderweg unternommen. Wir brauchten drei Monate. Ich erlebte Grenzen – psychische, physische und soziale. Die Notwendigkeit, Neues zu lernen, alte Strukturen und Gewohnheiten loszulassen und Klarheit über Wesentliches zu bekommen, war allgegenwärtig. Alles ausserhalb der Comfort-Zone. Diese drei Monate änderten mein Verhältnis zum Leben. Auf allen Ebenen.

Als ich dann einen neuen Klassenzug übernahm, wusste ich: Auch das Unterrichten will ich ändern. Ich möchte mit den Schülerinnen und Schülern in echte Prozesse gehen, verstärkt in die Sinnesempfindungen eintreten und das Soziale soll im Vordergrund stehen. Wie wäre es, wenn wir als Klasse die ganze Schweiz von Nord nach Süd, von der französischen bis zur italienischen Grenze durchqueren? Zu Fuss. Nur mit Tagesrucksack. Reservekleider, Zelten und Schlafsäcken in einem Begleitfahrzeug. Der Weg wird etwa 350 Kilometer lang sein. Gehen kann jeder nur selbst.


Etappen
4. Klasse
Im Juni 2023 durchquerten wir den Jura in drei Tageswanderungen. Wir übernachteten in der Berghütte auf der Wasserfalle im Massenlager. Aufregend – eine Schaf‌herde um das Haus, Hütehunde dabei – gibt es Luchse? Wölfe? Es nieselte und Nebel kam auf. Unsicherheiten über den Wegverlauf und schliesslich am Ende des dritten Tages, nach Überschreitung der letzten Jurakette, ein steiler Abstieg: Das Mittelland lag vor uns.

Das war der Test. Wir sind in den ersten drei Schuljahren viel draussen gewesen. Die Umgebung der Schule war den Kindern sehr vertraut. Wie weit können Zehnjährige pro Tag gehen? Können sie auf ihr gewohntes Zuhause verzichten? Können die Eltern ihre Kinder loslassen?


5. Klasse
Wir starteten im August 2023 mit der Durchquerung des Mittellandes in fünf Tagen. Von Egerkingen aus wanderten wir nach Langenthal und konnten dort in der Rudolf Steiner Schule im Eurythmiesaal übernachten. Es war so heiss, dass im Laufe der Nacht fast alle nach draussen zügelten, um etwas Schlaf zu bekommen. Weiter ging die Reise. Wir schliefen in Jurten in Hutwil, im Sportzentrum von Willisau und schliesslich räumte uns ein junger Bauer in Hellbühl die Scheune so weit frei, dass wir dort alle am Boden nächtigen konnten.

Die Hitze war in diesen Tagen das grösste Problem. Es war sozusagen wandern auf der Suche nach Trinkwasser und Bademöglichkeiten. Die Route passten wir entsprechend an. Wir erfrischten uns in der Aare, in Bächen, in einigen Schwimmbädern in Orten am Weg. Einmal kam es zu einem Angriff (und einigen Stichen) von Erdwespen, auf deren Nest jemand getreten war. Eine Schülerin wurde krank, eine andere gesundete und stiess wieder zu uns. Die Tagesetappen waren bis zu 20 Kilometer lang. Die Kinder entwickelten eine tägliche Routine: Morgens die Wasserflasche (Trinkblase) auffüllen, die Matte einrollen, den Schlafsack verstauen, den Rucksack packen, das Znüni holen, Schuhe schnüren … verabschieden und loslaufen!

Es wurde immer hügeliger und die Berge rückten näher. Plötzlich war der Pilatus – der Eckzahn der Voralpen – zum Greifen nah. Wir überquerten die Emme und waren – in Luzern! Das erste Bad im Vierwaldstättersee …

Im Juni 2024 gegen Ende des 5. Schuljahres ging es durch die Innerschweiz. Wir bestiegen in Luzern das Schiff, fuhren bis Treib und wanderten über Seelisberg nach Bauen am Westufer des Urnersees. Dort nächtigten wir im Stroh, mit wunderbarem Blick auf das Mündungsdelta der Reuss und die hohen Alpengipfel. Werden wir dort drüberkommen? Es schien uns Begleitern noch nicht realistisch …Wir übernachteten auf einem anderen Hof in Zelten im Reusstal. Ziel war der kleine Ort Bristen als Einstieg in die Hochalpen durch das abgeschiedene Maderanertal … Aber die Stimmung unter den Kindern war schwankend. Ein Teil der Klasse war nicht sonderlich motiviert. Das waren zähe Kilometer, obwohl es fast eben dahinging! Die Atmosphäre war zeitweise angespannt und für die Betreuer wurde klar: Mit dieser Einstellung ist die Überquerung des Alpenhauptkammes nicht durchführbar.


Krise
Ich wusste: Wenn wir den Weg fortsetzen, dann nur mit einer eindeutigen Entscheidung dafür seitens der Klasse. Die meisten unter den Schülerinnen und Schülern waren zwölf geworden. Ein neues Verhältnis zur Welt setzte ein. Das, was lange wie träumend, naiv getan worden war, wollte als eigene Entscheidung – dafür oder dagegen – erlebt werden. Wir sagten: «Eine Fortsetzung gibt es nur, wenn ihr es wirklich wollt. Wir können euch nicht über die Berge tragen!»

So waren die letzten Tage des Schuljahres von heftigen Diskussionen, Unsicherheiten und einem Hin- und Herwogen der Stimmung geprägt:

«Die Überquerung ist zu lang, zu weit!»
«Ich will meinen Geburtstag nicht im Lager, sondern zu Hause feiern!»
«Wir lassen uns von einzelnen nicht das Projekt vermiesen!»

So erfasste die Krise auch mich als Klassenlehrer. Zwei Sommer lang hatte ich in den Ferien Wege, Übergänge, Hütten, Zeltplätze erkundet. Alle Übernachtungen waren im voraus bestätigt … Nun merkte ich: Ich muss bereit sein, das ganze Projekt fallen zu lassen. Und das tat ich. Ich legte es am zweiten Diskussionstag hin. Ehrlich, ohne moralisch zu werden, sachlich.

Den Ausschlag für das Projekt erbrachten die Mädchen. Sie schrieben einen flammenden Brief an die Jungs der Klasse und an mich, in dem sie sich für das ganze Projekt einsetzten. Gespräche untereinander folgten und Nächte, in denen einzelne (auch ich) wenig zur Ruhe kamen. Schliesslich, am vorletzten Schultag, die Entscheidung: Alle werden dabei sein! Die Sportlehrerin stellte ein (anspruchsvolles) Fitnessprogramm für die Sommerferien zusammen. Die allermeisten haben mitgemacht und kamen im August 2024 motiviert, gut gelaunt und körperlich gestärkt in die Schule. Es konnte losgehen!

  1. Klasse
    Geplant waren zwei Wochen: Von Uri nach Graubünden, östlich des Gotthards in das Tessin und schliesslich über die Capanna Tremorgio und den wunderbaren Passo Campolungo ins oberste Maggiatal nach Fusio. Dann der Maggia folgend nach Süden bis Locarno.

    Es kam anders. Die heftigen Regenfälle im Juni hatten das Maggiatal streckenweise vermurt. Eine Brücke war weggerissen worden, die reservierte Gruppenunterkunft so beschädigt, dass sie unbenutzbar geworden war und einige Wanderwege waren unpassierbar. Wir mussten umplanen und teilten die lange Etappe in zwei Teile: Zuerst in 9 Tagen (mit zwei Pausentagen) ins Tessin bis Faido. Und am Ende des 6. Schuljahres durch die Leventina bis Dirinella an die italienische Grenze. In einer Woche.


Höhenluft: Überquerung des Alpenhaupt­kammes
Das Wetter versprach zu halten. Die Schneeverhältnisse waren überschaubar. So starteten wir am Eingang des Maderanertales (Bristen) mit einem steilen Anstieg zur Etzlihütte auf 2025 Meter, Anstieg 1300 Meter. Es nieselte leicht. Nebelschwaden verdeckten die Aussicht.


Zwischendurch riss die Wolkendecke etwas auf. Endlich waren wir oben. Die Hütte war heimelig und das Personal ausgesprochen freundlich. Die Kinder fühlten sich sofort wohl. Sie waren müde und schliefen ruhig. Ich aber hatte eine fast schlaf‌lose Nacht. Jetzt waren wir am zentralen Teil des ganzen Weges angekommen. Die ganze Last der Verantwortung spürte ich bis in die Verdauung. Was passiert, wenn ich jetzt krank werde? Wie können wir die Schülerinnen und Schüler verantwortungsvoll begleiten, wenn wir zu wenig Schlaf und Regenerationsmöglichkeiten bekommen sollten? Kann ich Verantwortung genügend delegieren?


In den folgenden Tagen erlebte ich, wie wertvoll ein Begleitteam sein kann. Wir waren zu viert mit den Schülerinnen und Schülern unterwegs. Ein Freund von mir fuhr das Begleitfahrzeug, das wir nur an wenigen Stellen treffen konnten. Wir arbeiteten sehr gut zusammen, konnten offen unsere Bedürfnisse äussern und uns gegenseitig beraten. So wuchs in mir das Vertrauen und die Freude mit jedem Tag. Die Schülerinnen und Schüler waren uns oft konditionsmässig voraus, halfen sich gegenseitig. Eine leichte, spielerische, neugierige Gemeinschaft war unterwegs.


Von der Etzlihütte ging es über die Mittelplatte (2487 Meter) ins Vorderrheintal nach Rueras zum Zeltplatz. Dort verbrachten wir zwei Tage. Ein Schüler wurde krank und musste abbrechen, zwei Schüler, die gesund geworden waren, stiessen zur restlichen Klasse dazu. Die Kinder stellten selbständig die Familienzelte auf, die Begleiter ihre kleinen Zelte. Ein Schulvater kochte für alle Risotto am offenen Feuer. Wir spielten Volleyball und badeten im jungen Rhein …

Dann ging es weiter: talaufwärts zum Tomasee (Rheinquelle) und zur Maighelshütte (2213 Meter). Die Kinder assen Berge an Teigwaren und waren guter Dinge.


Der nächste Tag – das Wetter war leicht durchzogen – versprach ein Höhepunkt der Reise zu werden: Der Anstieg zum abgelegenen Bornengopass (2631 Meter) als Übergang in das Tessin erinnerte mich stimmungsmässig an Norwegen: mäandrierender Bach, Kies, letzte Matten, Felsenklippen und Grate.

Als wir oben standen, den unglaublichen Ausblick nach Süden vor uns – da war ich mir gefühlsmässig sicher: Nun können wir alles schaffen! Es war windig, kühl, der Abstieg zuerst recht steil. Vorsicht war geboten. Ein Bartgeier flog über uns, Adler wurden gesichtet, Murmeltiere, schliesslich ein Steinbock mit einem Jungen. Am Nachmittag dann der Aufstieg zur Cadlimohütte (2570 Meter) durch Blockhalden, manchmal mussten wir auch die Hände gebrauchen. Tessin! Alles fühlte sich schon anders an. Abends und auch am folgenden Morgen kamen Steinböcke nahe zur Hütte.


Ein Hubschrauber brachte Nachschub an Lebensmitteln. Einige von uns badeten im kleinen See neben der Hütte … Der Weg führte am nächsten Tag weit nach unten, südwärts Richtung Ritom-Stausee. Unterwegs fanden wir unerwartet Kristalle. Wir verbrachten eine längere Zeit mit der Suche, und es gab Kinder, deren Rucksack deutlich schwerer geworden war – alles musste mit.


Der Weg war übersichtlich. Wir liessen die Kinder in Gruppen weit vorausgehen. Ziel war ein See am Weg, der zum Baden einlud. Wie schön kann eine Abkühlung sein!


Abends erreichten wir unsere Unterkunft am Ende des Ritom-Stausees. Es war ein ungewohnter Anblick: die hohe Staumauer direkt über uns …

Am kommenden Tag fuhren wir mit der steilen Standseilbahn hinunter nach Ambri-Piotta, wo wir unser Begleitfahrzeug trafen, Wäsche wechseln konnten und die Tagesverpflegung bekamen. Noch stand uns der längere Aufstieg an der anderen Talseite bevor: Durch den Wald hoch zum Lago Tremorgio, ein von Bergketten eingebetteter, romantischer Bergsee. In der Capanna Tremorgio (1850 Meter) wollten wir drei Nächte verbringen. Ein nötiger Ruhetag war geplant und ein Ausflug hoch zum Passo Campolungo (2317 Meter), ein geologisch interessantes Gebiet mit Dolomit und der Möglichkeit Granate zu finden.


Diese Hütte wurde zur Lieblingshütte der Schülerinnen und Schüler. Der Koch schloss die Klasse ins Herz und bot den Kindern an, dass kleine Gruppen mit ihm das Essen zubereiten können. Das taten sie gerne!

In diesen Tagen kamen Fragen auf, die gehört und besprochen werden wollten. Das unterschiedliche Erleben von Mädchen und Buben führte zu Unstimmigkeiten. Ein Junge fragte zum Beispiel: «Warum sind die Mädchen so komisch und machen aus allem ein Drama? Warum sind sie so anders?»
Der Abschied von der Capanna war nicht leicht. Der Weg führte uns wieder hinunter in die Leventina, nach Faido. Von dort nahmen wir den Zug nach Hause.

Baden gehen
Am Ende des 6. Schuljahres, im Juni 2025, wollten wir in wenigen Tagen die verbliebenen 80 Kilometer bewältigen. Die Schülerinnen und Schüler waren so motiviert, dass wir vier Wochen vor dem Aufbruch jeden Morgen mit 35 Minuten Sport begannen und es hätte aus ihrer Sicht mehr sein können: Ausdauer, Dehnen, Kraft. Die Jugendlichen übernahmen eigenverantwortlich die Anleitung.

Noch etwas war anders: Die (neue) Route durch das Tessin konnte nur teilweise vorgegangen werden. Mehr war zeitlich nicht möglich gewesen. Von den Übernachtungsplätzen kannte jemand aus dem Begleitteam nur einen. So war auch für die Erwachsenen fast alles neu.

Von Faido aus stiegen wir auf der Ostseite der Leventina hoch zur Strada Alta. Wir fanden in Cavagnago ein Bed & Breakfast, deren Betreiber für uns kleine Wohnungen und den Garten für Zelte und Tarps bereitstellten. So schliefen die Jungs draussen und die Mädels freuten sich über den Luxus einer Wohnung mit eigenem Bad – sie wollten gleich länger bleiben …

Wir hatten Wetterglück: blauer Himmel und recht warm! Eine lange Etappe stand uns bevor: 24 Kilometer. Durch den Bergwald mit Kastanien ging es schattig 700 Höhenmeter hinunter nach Biasca. Ein Grossteil der Klasse sprang – im Wortsinne – selbständig voraus. Die Abmachung war, nach einer halben Stunde auf uns zu warten. Sie fanden schöne Rastplätze, beschwerten sich aber auch deutlich, dass wir zu langsam wären … Am Talboden angekommen assen wir unser Lunch an einer Felswand und einem Bach. Ein Schüler holte sich eine Beule an der Stirn. Er hatte sich an einem steinernen Brunnen zu weit vorgebeugt und war kopfüber hineingefallen …


Wir fanden eine schöne Badestelle am Brenno, der aus dem Bleniotal kommend bei Biasca in den Ticino mündet.

Diese Erfrischung war notwendig, denn nun ging es in der Mittagshitze den Fluss entlang, bis wir unser Ziel, die Pferderanch «La Finca» erreichten. Wir wurden herzlich empfangen und konnten auf der Wiese unsere Zelte und Tarps auf‌bauen.


Rafting am Ticino
Am kommenden Tag holten uns die Guides von «Swiss River Rafting» am Zeltplatz ab und in drei grossen Schlauchbooten ging es knapp zehn Kilometer flussabwärts bis knapp vor Bellinzona. Ein Guide kam aus Wien, einer aus Mexiko und einer aus Neuseeland. Jeder von uns bekam einen Helm, eine Schwimmweste und ein Paddel in die Hand gedrückt.

Für die Kinder war es einer der schönsten Abschnitte am Weg. Spielerisch, unternehmungslustig und abenteuerlich ging es zu. Die Boote überfielen einander, Sklaven wurden geraubt, Paddel geklaut, es wurde geschaukelt, manch einer fiel kurz über Bord ins kühle Wasser und wurde wieder ins Boot gehievt. Die Kinder waren sich einig: Das würden wir jederzeit wieder machen!

Curzutt
Nach ein paar Wanderkilometern kamen wir nochmals zu einer Badestelle an einem Seitenbach, bevor es auf der westlichen Talseite steil hoch nach Curzutt (612 m) am Monte Carasso ging. Ein schöner, stimmungsvoller Ort mit wunderbarer Aussicht über die untere Leventina. Im Restaurant war viel (und lange) etwas los, die Nacht war für die abenteuerlustigen Kinder kurz, sie hatten Mehrbettzimmer mit Dusche. Türen und Fenster wurden als Ein- und Ausgänge rege genutzt.


Schreck
Dann kam der letzte und längste Wandertag: Wir hatten 28 Kilometer vor uns.

An den vorausgehenden Tagen wurde in der Klasse viel über die bevorstehende, lange Hängebrücke «Ponte Tibetano» gesprochen. Wer hat Höhenangst? Wie stark? Was tun wir, damit auch die davon betroffenen Schülerinnen und Schüler die Brücke – 270m lang, 130m über dem Talboden – überqueren können?


Eine Schülerin schickten wir mit dem Begleitfahrzeug voraus. Alle anderen schafften diese Herausforderung. Die meisten problemlos. Einzelne mit mulmigem Gefühl.

Dann ging es schräg durch den Kastanien-Bergwald hinunter nach Cugnasco, wo sich alle an einem Bach zum z’Mittag trafen. Alle? Einer fehlte! Er war mit der Spitzengruppe unterwegs und wohl an einer Wegkreuzung falsch abgebogen … Oh, Schreck! Mein Blick schweifte vom Dorf‌kern hoch in den dichten Bergwald – Wo konnte er bloss stecken? Zwei Begleiter machten sich auf die Suche und fanden ihn nach kurzer Zeit! Er war früher ins Tal abgestiegen und wanderte (mit zwei Rucksäcken) die Strasse entlang. Erleichterung. Dank.


Letzte Kilometer
Dann durchquerten wir die flache Maggadino-Ebene mit dem Ticino und viel Auwald. Die Schülerinnen und Schüler legten ein grosses Tempo vor. Auf halbem Weg des Abstieges hatten wir das erste Mal den Lago Maggiore in der Ferne erblickt. Es fühlte sich an wie ein Sog – dann waren wir in Maggadino, am nordöstlichen Zipfel des Sees, füllten unsere Wasservorräte auf, nahmen ein Zvieri ein und prüften die Lage: «Es fehlen uns noch 9 km bis zur italienischen Grenze – schafft ihr die noch heute oder sollten wir lieber morgen ganz früh aufstehen und dann das letzte Stück wandern?»

Einzelne Schüler waren nah an ihrer Leistungsgrenze. Einer hatte geschwollene Gelenke und konnte nicht mehr viel gehen. Andere waren putzmunter und machten Wettläufe, ein Mädchen schlug am Strassenrand ein Rad nach dem anderen. Wir entschieden, den etwas mühsamen Weg entlang der Strasse, nahe am See, teils mit, teils ohne Trottoir zu gehen. Kaum Schatten. Es zog sich. Dann warteten wir zusammen: Den letzten Kilometer bis Dirinella wollten wir zusammen gehen! Der Grenzposten war nicht (mehr) besetzt.


Am 19.Juni um 19 Uhr waren wir da: Wir hatten es geschafft! 350 m nach Italien, an den Strand, ins Wasser. Ich war müde, aber glücklich. Die Kinder tobten im See – wieder einmal: Wie schnell sie sich regenerieren können! Wir assen zusammen Pizza und fuhren nachts mit Bus und Bahn nach Locarno. Die Steinerschule hatte uns die Turnhalle als Übernachtungsort zugesagt.

Der letzte Tag: Aufräumen, Frühstück, erster Rückblick. Noch ein Bad im warmen See. Dann in nur viereinhalb Stunden zurück durch den Gotthard-Basistunnel, Arth-Goldau, Luzern, Olten, Basel, Aesch.

Wenn mich jemand im Zug gefragt hätte: «Wo ward ihr?», wäre meine lapidare Antwort gewesen: «Baden. Im Lago Maggiore.»

Ein Anderer werden
Wir brauchten einen Monat um diese Strecke (rund 380 Kilometer, mehrere tausend Höhenmeter rauf und wieder runter) zu bewältigen. Die Kinder haben gezeigt, dass sie körperlich dazu in der Lage sind; dass sie die fortlaufenden Umstellungen immer besser meistern konnten; dass sie in ihren Erfahrungen am Weg mitwachsen und mehr und mehr Verantwortung mittragen lernten.

Sie haben etwa die Hälfte der Gesamtkosten selbst erarbeitet, sich mit Zirkusaufführungen, einem Wirtschaftsprojekt und mit Kuchenverkäufen tatkräftig dafür eingesetzt. Sonst wäre das «Durchquerungsprojekt» nicht realisierbar gewesen. Die wirtschaftliche Grundlage wurde von Schülerinnen und Schülern, dem Begleitteam und den Eltern gemeinsam gesichert.

Mit der Zwölfjährigkeit kam der Bewusstseinsmoment einer gemeinsamen Entscheidung. Dafür oder dagegen. Am Weg mussten wir Rücksicht aufeinander nehmen lernen: Wer braucht die dringendste Hilfe? Wie können es alle schaffen? Wie kommen Schülerinnen und Schüler, die Begleiterinnen und Begleiter zur nötigen Erholung? Wie lernen wir mehr und mehr für uns selbst zu sorgen?

Es war wie beim Unterrichten: Viel Vorbereitung – im Äusseren, wie im Inneren. Suchbewegungen: Wie könnte es gehen? Welcher Einstieg? Welche Etappenlängen? Wo verweilen? Wo nächtigen? Beratungsgespräche waren notwendig. Mit Freunden, Kollegen, Hüttenwarten … Dann mussten Entscheidungen getroffen werden. Und schliesslich kam vieles ganz anders als erwartet. Es brauchte Improvisationsvermögen und Flexibilität, Offenheit und eine Menge Glück. Was geholfen hat, war Neugier und Fragen stellen. An die beteiligten Menschen, an das Hüttenteam, an die Kinder, an mich selbst. Und natürlich Vertrauen. Vertrauen in das Entwicklungspotenzial der Schülerinnen und Schüler, der Begleiterinnen und Begleiter. Das Vertrauen, dass sich die nötige Hilfe, der richtige Einfall, die passende Intuition im Moment einstellen möge.

Ein Weg – erlebtes Urbild für das Leben! Bilder sprechen durch sich selbst: Eine Brücke über dem Abgrund – bewusst überquert. Einzelne haben streckenweise Rucksäcke anderer mitgetragen. Hilfe anbieten. Hilfe annehmen lernen. Sich gemeinsam einstimmen, gemeinsam müde werden, vor- und zurückblicken lernen: Was hast du beobachtet? Was wollen wir verbessern, ändern?

Eine Grundlage, damit sich Resilienz ausbilden kann, sind intensive Sinneserfahrungen. Wie wohl fühlt sich eine abendliche Brise an, wenn wir vorher stundenlang in brütender Hitze unterwegs waren? Wie erfrischend ein Bad im See nach dem «Fast nicht mehr weiter Können»! Wie gut schmecken die Älpermakronen nach einem langen Aufstieg!

Eine weitere Grundlage für die Ausbildung von Resilienz scheint mir das Angenommen-Werden und das Wahrgenommen-Werden. Angenommen werden in meinen Unsicherheiten, Ängsten, Freuden und Nöten. Angenommensein bei meinen Kameradinnen und Kameraden, also im Sozialen. Wahrgenommen werden in meinem Können, in meinen Intentionen, in meinem Schmerz, in meiner Erleichterung, in meiner Freude.

Das ganze Projekt war prozessorientiert. Es war ergebnisoffen.

Das haben die Schülerinnen und Schüler gespürt.

Mein Dank gilt allen, die dieses Projekt mitgestaltet, mitgetragen und ermöglicht haben!

Auch ich bin ein anderer geworden.

Elternstimme: Danke für die Krisen
«Ich danke dir für die Krisen.» So lautete meine Antwort auf die Frage des Klassenlehrers meines Sohnes, was mich rückblickend auf die letzten sechs Schuljahre am meisten bewegt hat. Hauptsächlich im Blick hatte ich dabei das Wanderprojekt der Klasse: Über mehrere Jahre verteilt durchquerte Johannes Sturm zusammen mit seiner Klasse die ganze Schweiz. Als Eltern eines herzkranken Kindes begegneten wir dem Projekt zwar mit Zuversicht, aber nicht ohne Sorge.

Mir war grundsätzlich nicht klar, warum es ein Lehrer auf sich nehmen wollte, Kinder in diesem Alter derart an die Grenzen zu bringen. Das klang für mich nach jeder Menge Ärger und Frust. Erst als ich selber als Begleitung ein paar Tage mitwandern durfte, entwickelte sich ein tieferes Verständnis für einen der prägendsten pädagogischen Gedanken des Projekts: Diese unvermeidbaren Krisen sind gewollt!

Und Krisen gab es zuhauf! Ich erlebte den grossmauligen Klassenhelden, der nach einem Schwächeanfall nur noch mit viel Unterstützung seiner Kameraden weiterlaufen konnte. Den Simulanten, der mit seiner Schauspielkunst sogar das Militär dazu brachte, anzuhalten und Hilfe anzubieten. Aber auch Eltern, die vor Sorge um ihr Kind die abgemachten Kommunikationskanäle umgingen und so Druck auf den Pädagogen ausübten.

Auch ich selbst kriegte den «Moralischen», weil mir einige Kinder frech und bewusst launisch begegneten. Erst eine Verhaltensänderung meinerseits – ein offeneres und spontaneres Zugehen auf die Kinder – konnte diesen Graben überwinden. Dank diesem Projekt habe ich erkannt, wie viel Potential Krisen haben, den Menschen zu stärken, und wie wichtig es darum ist, Krisen durchleben zu dürfen. Deshalb nochmals: «Von Herzen danke, lieber Johannes, für all die Krisen!»
Lorenzo Vasella, Schulvater

Elternstimme: Vertrauensvoll unterwegs – zu Fuss durch die Schweiz
Vom Möglichmachen zum Mitgehen
Alles begann mit der Anfrage, ob ich das Gepäck der Klasse zum ersten Übernachtungsort, den Hinteren Wasserfallen, oberhalb Reigoldswil, transportieren könne. Da ich die Gegend von zahlreichen Ausflügen her gut kannte und als Kontaktvater das Projekt gerne unterstützen wollte, sagte ich selbstverständlich zu. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass mich dieses Projekt in seinen Bann ziehen und ich es bis zur Landesgrenze begleiten würde.

Auf dieser Jura-Etappe und dem darauffolgenden Abschnitt durchs Mittelland war meine Rolle zunächst klar umrissen: Ich half mit der Logistik – Gepäcktransport, Verpflegung am Wegesrand, Kochen in den Unterkünften und Organisation. Für die Etappen nahm ich mir Urlaub, zuerst einen Tag, dann eine Woche, schliesslich war es ein ganzer Monat.

Was als praktische Hilfe begann, wurde zu einem wachsenden inneren Engagement. Auf der dritten Etappe durchs Mittelland waren wir voll gefordert. Es war brütend heiss – die ganze Woche. Während die Klasse wanderte, rüstete ich die Tagesverpflegung, fuhr mit dem Auto voraus, überraschte die Kinder mit Glacé, bereitete die Übernachtungsorte vor und kochte das Abendessen. Es waren lange, anstrengende Tage – und dennoch sehr erfüllende. In dieser Woche traten Krisen auf. Ich lernte, mich bei gewissen Fragen abzugrenzen, konnte Gesten echter Fürsorge unter den Kindern beobachten und erlebte ein vertrauensvolles Hand-in-Hand unter den Erwachsenen. Ein bereichernder Kontrast zum Büroalltag.

Zum Ende der vierten Etappe bin ich dann zum ersten Mal ein Stück zu Fuss mitgegangen – von Altdorf bis Bristen, dem Endpunkt dieser Etappe und Ausgangsort der darauffolgenden neuntägigen Alpenwanderung. Von diesem Moment an war ich nicht mehr nur derjenige, der «alles regelt», sondern einer, der mitgeht. Das veränderte meinen Blick: auf die Kinder, auf das Gehen, auf das Projekt als Ganzes. Ich wurde vom Helfer zum Teil der Gemeinschaft.

Miteinander über die Alpen
Nach den Sommerferien begann die grosse Alpenetappe – von Bristen (Uri) nach Graubünden bis ins Tessin. Wir übernachteten in SAC-Hütten, Zelten und einmal unterhalb einer Staumauer. Die Route führte uns zur Rheinquelle, über mehrere Alpenpässe, an Seen vorbei und schliesslich nach Faido, dem Endpunkt dieser Etappe und späteren Ausgangspunkt der finalen Wanderung.

Die Tage waren lang, die Routen anspruchsvoll – und die Klasse war bereit. Ich spürte eine Mischung aus Vorfreude und Respekt. Waren das die Gefühle in der Klasse? Oder eher meine? Jedenfalls waren die Kinder inzwischen routinierte Wanderer. Sie kannten ihren Rhythmus, spürten ihre Kräfte, schätzten Situationen gut ein. Hilfe geschah leise, selbstverständlich. Niemand wurde allein gelassen. Die Natur schenkte uns viele Begegnungen: Gänsegeier, die majestätisch über die Gipfel kreisten, ein Steinadler, der sein Territorium markierte, scheue Murmeltiere, die sich rasch unter die grossen Felsbrocken verkrochen, unerschrockene Steinböcke direkt vor der SAC-Hütte, ja sogar eine Schlange kreuzte unseren Weg. Meist waren es die Kinder, die sie zuerst entdeckten – mit wachem Blick und offener Wahrnehmung.

Gemeinsames Ankommen
Zum Ende der sechsten Klasse folgte die letzte Etappe. Sie führte uns südwärts durch das Tessin. Für die Planung dieser abschliessenden rund 90 Kilometer erhielt ich das volle Vertrauen des Klassenlehrers: Ich durfte die Route gestalten, Übernachtungsorte auswählen und sogar eine Schlauchbootfahrt auf dem Ticino einplanen. Ich fühlte mich in meinem Element und voll ins Projekt integriert – einen Teil der Strecke hatte ich bereits im Spätherbst erkundet.

Während der Vorbereitung zeigte sich rasch: Wollten wir nicht einfach im Talboden dem Ticino folgen, mussten wir hinauf in die Höhe. Das brachte längere und anspruchsvollere Tagesetappen mit sich – doch genau darin lag auch ein besonderer Reiz. So wuchs unser Erfahrungsschatz weiter: Wir biwakierten, verkürzten die Strecke mit einer Schlauchbootfahrt auf dem Ticino und überquerten eine Hängebrücke. Die Kinder zeigten einen starken Willen, die italienische Grenze zu erreichen. Das Ziel wurde greif‌barer – und mit ihm das Bewusstsein für die eigene Leistung.

Vertrauen
Rückblickend ist die Freude, Teil dieses Projekts gewesen zu sein, kaum in Worte zu fassen. Es war getragen von Vision, Leidenschaft und dem grossen Engagement von Lehrpersonen, Kindern, Eltern, Begleitenden und lieben Menschen, die das Projekt aus der Ferne begleitet und unterstützt haben. Gemeinsam wurde das Ziel erreicht – und alle sind wortwörtlich «an die Grenze» gegangen.

Ich bin dankbar, erfahren zu haben, was möglich wird, wenn ein tiefes Ur-Vertrauen da ist: Vertrauen ins Projekt, Vertrauen in die Menschen, Vertrauen ins Leben!

Rahmen und Zahlen
Das Projekt umfasste insgesamt 23 Wandertage und zwei Ruhetage, verteilt über sechs Etappen in zwei Schuljahren. Die Strecke führte über rund 380 Kilometer und über 13000 Höhenmeter – bergauf wie bergab. Übernachtet wurde an 17 verschiedenen Orten: in SAC-Hütten, Zelten, Biwaks, Jurten, Zivilschutzanlagen, Turnhallen, Bed & Breakfasts, Bauernhöfen, Massenlagern und sogar einem Eurythmie-Saal. Die längste Tagesetappe führte bei über 30 Grad über 28 Kilometer, der längste Aufstieg umfasste 1300 Höhenmeter – hinauf zur Etzlihütte. Der höchste Punkt der Wanderung lag auf dem Passo Bornengo, auf 2631 Metern. Insgesamt badeten wir an 19 verschiedenen Orten – in Flüssen, Seen und Schwimmbädern. Nur ein kleiner Teil der Strecke – weniger als zehn Prozent – wurde mit Hilfsmitteln wie Gondel, Standseilbahn, Schiff oder Schlauchboot zurückgelegt.
Thierry Jacot, Schülervater

Schülerstimmen: Wir haben es geschafft!
Von der Maighelshütte zur Cadlimohütte
Nachdem wir unsere Sachen in der Maighelshütte eingepackt hatten, ging es wieder los. Wir gingen in der Zweierkolonne bis zu einem Schneefeld. Nach dem Znüniplatz ging es wieder in Gruppen los. Wir Mädchen haben in Zweiergruppen «Wer bin ich?» gespielt. Nach einer kurzen Zeit kamen wir zum Bornengopass. Dort oben war es windig und kalt. Etwas weiter unten haben wir dann zu Mittag gegessen und Werwolf gespielt. Wir konnten einen Gänsegeier beobachten. Dann gingen wir den Hang entlang und haben einen Steinbock mit einem Jungen gesehen. Es ging durch sehr viel Geröll bis zur Cadlimohütte (höchste Hütte in diesem Lager). Die Hütte war sehr schön! Zum Abendessen gab es Safranrisotto. Ich fand es nicht so lecker. Am Abend konnten wir noch ganz viele Steinböcke sehen, die alle am Salzstein schleckten. Diesen Tag fand ich einen der schönsten. Vor allem, weil wir so viele Tiere gesehen haben!
Helena

9.Tag (Capanna Tremorgio, Ticino)
Heute ist der letzte Tag, wo wir hier sind. Morgen dürfen wir nach Hause! Heute machten wir einen Ausflug auf den Passo Campolungo. Wir gingen als Klasse steile Waldwege hoch. Dann kamen wir an einen Wegweiser und da stand etwa noch zwei Stunden angeschrieben. Weiter ging es über einen Bach und dann durch ein weisses Steinband (Dolomit). Auf dem Weg fand ich ein paar schöne Granate. Das fand ich sehr schön. Wir sahen auch einen anderen See, daneben stand eine Hütte. Als wir oben waren, war da eine Militärhütte. Hier war es auch kalt und windig. Kurz danach fanden wir einen windgeschützten Platz. Wir assen dort zu Mittag. Wir durften ab einem gewissen Punkt vorausgehen bis zur Tremorgio-Hütte.

Wir spielten wieder viel Werwolf und hatten es sehr lustig! Es gab zum Abendessen Kartoffelbrei und Fleisch. Wir haben danach ein Lagerfeuer gemacht und einen Rückblick auf das Lager. Wir durften erzählen, was uns gefreut oder überrascht hat oder auch andere Sachen. Ich freue mich auf morgen!
Samirah

Ticino-Erfahrungen
Italien! Wir haben es geschafft – wir haben als Klasse die ganze Schweiz durchquert. Wir gehen an den Lago Maggiore, baden und essen Pizza. Ein prägendes Projekt ist abgeschlossen.

Am Montag, 16.6.25, gingen wir in Faido los. An diesem Tag passierte für mich nichts weiter Besonderes, aber als wir am Abend in Cavagnago ankamen, fand ich es cool, dass wir in den Tarps schlafen durften.

Am nächsten Tag war es für mich anfangs gut machbar, aber gegen Ende – nach einer sehr schönen Badestelle – war es sehr anstrengend. Wir waren alle sehr froh, als wir an der Pferderanch angekommen waren.

Am nächsten Tag holten uns die Guides von Swiss River Rating ab und es ging mit Schlauchbooten auf den Ticino. Es hat mir Mega-Spass gemacht. Einmal wurde ich von einer anderen Gruppe herübergeholt. Ich war aus meiner ersten Gruppe der erste, der auf der Reling gestanden ist. Dann haben alle so herumgewirbelt, dass ich in das eiskalte Wasser gefallen bin. Nach circa zwei Stunden und 30 Minuten mussten wir leider aussteigen …
Jakob

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